Am Fuldaufer in der Nähe des neu geplanten Finanzzentrums am Altmarkt wird durch die Sanierung des Karlshospitals ein bedeutendes historisches Gebäude des 18. Jahrhunderts wiederbelebt. Auf insgesamt ca. 1500 qm Fläche im Bestand

sind Atelier-, Gastronomie- und Büroräume geplant. In den zwei Geschossen der Aufstockung entstehen 8 Loftwohnungen mit ca. 1100 qm Wohnfläche.

In den Außenanlagen werden abwechslungsreiche Plätze für Veranstaltungen, Gastronomie und zum Verweilen am Fluss geschaffen.

 

 

Modernisierungs- und Sanierungskonzept

Grundlage sämtlicher Nutzungs- und Ausbauüberlegungen ist eine grundlegende Sanierung der vorhandenen Bausubstanz. Die Verwendung von denkmalgerechten Sanierungsmethoden und Baustoffen unter Einbeziehung von Bausachverständigen und Restauratoren zur weitestgehenden Sicherung, Sanierung und Einbeziehung der historischen Bausubstanz in das zukünftige Nutzungskonzept ist selbstverständlich.

Am Anfang steht die Sanierung der Fundamentierung und Wiederherstellung der Standsicherheit durch substanz-schonende Eingriffe auf der Grundlage der vorliegenden Gutachten und weitergehenden Untersuchungen. Ein weitestgehender Erhalt der vorhandenen Gebäudestruktur und -bauteilen zur Dokumentation und Ablesbarkeit der Gebäudehistorie einschließlich der kriegsbedingten Zerstörungen ist die Grundlage des geplanten Nutzungskonzepts. Das deutliche Herausarbeiten der für die neue Nutzung notwendigen Bauteile (ergänzende Decken, Wände, Erschließung, Installation, Ausstattung etc.) und Abgrenzung gegenüber der historischen Bausubstanz lässt den alten Baubestand sichtbar werden.

Dazu dienen auch zurückhaltende, einfache und klare Lösungen bei Grundrisszuschnitt, Ausbau und Materialverwendung, die den Charakter des Gebäudes und seine Geschichte langfristig dokumentieren und erlebbar machen. Dadurch werden zugleich ein kostengünstiges Bauen und damit ein für die angedachte Zielgruppe angemessenes Mietniveau ermöglicht.

 

 

Eckdaten:

Bauherr: Gotthard Fels

Planung: 2005 – 2007

Ausführung: 2008 – 2009

Arbeitsgemeinschaft Sprengwerk, Architekten

Foundation 5+, Architekten

Gastronomiebereich: 825 qm

5 Büros: 220 – 500 qm

1500qm