Messinghof

Sanierung und Instandsetzung in mehreren Bauabschnitten
 
BA I – Sanierung Torhaus und Wiederherstellung der Hofanlage (2012-2013)
BA II – Sanierung Kutscherhaus mit Außenanlagen (2013-2014)
BA III – Sanierung Gießhaus und Neubau Technikgebäude (2015-2018)
 
„Die Bedeutung des barocken Messinghofes für Kassel
Die erhaltenen Gebäude geben trotz ihrer Unvollständigkeit bis heute einen Eindruck der kunstvoll gestalteten barocken schlossähnlichen Anlage, die auf den ersten Blick keine Nutzung als metallverarbeitender Betrieb vermuten läßt.
Der verwandte Typus der Schweifgiebel, für die Erbauungszeit, 1679, stilistisch bereits veraltet, ist mit Giebeln anderer landgräflicher Gebäude der Renaissance, der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, wie z.B. dem zerstörten Landgrafenschloss in Kassel und dem Marstall vergleichbar.
Es scheint sich demnach um dem bewussten Rückgriff auf ein herrschaftliches Machtsymbol zu handeln.
Industriegeschichtlich von großem Interesse ist, dass der Messinghof eine der ältesten noch erhaltenen Produktionsanlagen darstellt, in der Hinweise auf Produktionsabläufe vom 17. bis zum 20. Jahrhundert erhalten sind
(…)  
Für die lokale Geschichte Kassels gewinnt der Messinghof als Geburtsort der Herkulesstatuedie das Wahrzeichen Kassels geworden ist, eine weitere prominente Rolle
Die Kupferbleche, aus denen der Augsburger Goldschmied Johann Jacob Anthoni zwischen 1713 und 1717 die Statue fertigte, wurden im Messinghof gehämmert.“
(Dr. Dorothea Heppe,1996, S.14)

Ost – Giebel Gießhaus 

Torhaus Dachgeschoss (links) und Erdgeschoss (rechts)

Torhaus Obergeschoss

Wappenkartusche mit Krone und den Buchstaben CLZH (Carl Landgraf zu Kassel)

Gießhaus mit Hofanlage

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